Su gings lus ! – Is Annel erzählt:
Glück Auf, liebe Leute!
Wisst ihr eigentlich noch, wie bei uns alles anfing? Das war zum Fasching 1999 bei uns im Feuerwehrdepot in Hermannsdorf. Ich, der Danilo, also das „Annel“. Ich stand als Kopf unserer bunt zusammengewürfelten Truppe faschingsbegeisterter Narren vorn und habe die Büttenrede verlesen! Unten im vor Begeisterung tobenden Publikum saß ein gewisser Dirk Schröder. Wir kannten uns als langjährige Nachbarn zwar schon ganz gut, aber in dieser Konstellation war das alles noch völliges Neuland.
Lange Rede, kurzer Sinn: Das Annel suchte dringend einen „Mann“ zur gesanglichen Unterstützung und für die kulturelle Mitarbeit auf der Bühne! Unser Überzeugungsgespräch war an Kürze wirklich nicht zu überbieten. Es gab ein paar Worte hin und her, und schon wurde aus dem bisherigen Gast mein neuer Bühnenpartner. Nur bei der Namenssuche mussten wir noch ein bisschen debattieren.
Nach einer kurzen Unterredung haben wir uns auf den gemeinsamen Anfangsbuchstaben „A“ geeinigt. Da aus geschichtlichen Gründen diverse männliche Vornamen mit „A“ tierisch in die Hose gingen, fiel unsere Wahl auf den urgemütlichen Namen
„Alois“.
Und zack: Unser Duo Annel & Alois war im Jahre 2000 offiziell geboren!
Von da an haben wir bis zur Neuzeit alle Faschingsveranstaltungen in Hermannsdorf gemeinsam gerockt. Aber es wurde immer mehr: Bald waren wir gern gesehene Unterhalter auf Familienfeiern, Firmenfesten und in Bierzelten. Das ging so
weit, dass die größte Gazette Sachsens eines Tages titelte: „Annel und Alois: Das Traumpaar der guten Laune!“
Selbst die Radiomuntermacher der Nation, Böttcher und Fischer, wurden auf uns aufmerksam. 2010 haben sie unser „Erzgebirgisches Fliecherlied“ rauf und runter gespielt und uns prompt zu einem gemeinsamen Auftritt beim Plauener Spitzenfest
eingeladen.
Sogar weltbekannte Sportstars hatten vor uns keine Ruhe. Dem Olympiasieger Eric Frenzel haben wir unsere Hymne „Eric lauf und flieg“ auf den Leib geschneidert. Und obwohl wir beide noch quicklebendig sind, haben wir uns schon ein eigenes Denkmal gesetzt: einen Liederstein als Hommage an unser geliebtes Heimatdorf, natürlich inklusive dem dazugehörigen „Hermorschdorf-Lied“!
Nachdem wir unsere ersten Tonträger noch mehr oder weniger professionell am Küchentisch selbst zusammengebastelt hatten, kam es schließlich, wie es kommen musste: Ein echter Produzent hat sich geopfert und eine richtige Schallplatte mit uns aufgenommen. Der Titel passt zu unseren selbstgeschriebenen, lustigen Liedern wie die Faust aufs Auge: „Seid zur Heiterkeit bereit“.
Als der Fasching in Hermannsdorf 2018 leider sein Ende fand, war das für uns noch lange kein Grund, aufzuhören. Wir haben gleich unser zweites Album nachgelegt. Diesmal für die besinnliche Zeit. Mit viel Witz und Melodie hat unsere Platte „Heiterkeit zur Weihnachtszeit“ die gute Laune in die festlich geschmückten Stuben unseres Erzgebirges transportiert.
Aber aller guten Dinge sind bekanntlich drei! Deshalb folgte 2023 unsere dritte und neueste Scheibe „Heiter Weiter“, die unsere Diskografie um 20 brandneue Tracks erweitert. Auch hier erzählen wir unsere Lieder wieder auf unsere typisch anekdotische Art. Gleich in den ersten Liedern stellen wir eine wichtige Lebensweisheit fest: „In der kleinsten Kneipe ist es schöner als in der größten Fabrik.“ Auch unser Hit „Jeder Maa braucht ne Schupp“ ist auf der Platte. Das Musikvideo dazu trendete unlängst quer durchs Erzgebirge!
Wo uns die weitere Reise in Zukunft noch so hintreibt? … Bleibt gespannt!